Eine gut gebundene Krawatte gehört einfach dazu!
Die Krawatte sollte mit ihrem breiten Ende etwa oberhalb des Gürtels enden, das schmale Ende sollte etwa 2 cm kürzer sein.
Vor dem endgültigen Zuziehen des Krawattenknotens sollte unmittelbar unter dem Knoten eine Delle „final touch“ in das breite Ende der Krawatte gedrückt werden. Durch diesen "Dimple" wirkt die Seide noch üppiger und der Knoten bekommt eine lässige Eleganz.
Wählen Sie die für Sie passende Knotenform:

Der einfache Krawattenknoten oder four in hand Krawattenknoten, benannt nach den gebundenen Halstüchern der Kutscher des 18. Jahrhundert in London, die den Knoten einfach gebunden hatten zum Schutz vor Wind und Nässe, und four in hand, weil meist 4 Pferde angespannte waren (four in hand = 4 Zügel in der Hand), hat eine leichte Asymmetrie ist schlank und länglich und passt insbesondere zu sportlich-lässiger Kleidung. Er ist leicht zu binden, passt zu allen Krawatten und mit Ausnahme von sehr breiten Kragen sonst zu allen Kragen und ist damit auch für den Anfänger geeignet.

Dieser Krawattenknoten kommt mit der geringsten Anzahl von Schlingungen aus. Der Knoten ist entsprechend klein, weshalb der Kentknoten auch oft „kleiner Knoten“ genannt wird. Er ist besonders für große Männer geeignet, weil er 1 oder gar 2 Schlingungen weniger hat und damit die Krawatte etwa 6 cm länger wird. Trotz der wenigen Schlingungen ist er aber nicht einfach zu binden. Man braucht den bestimmten Dreh, damit der Knoten auch sitzt. Er sieht gut aus bei kleinen Kragen mit einem engen Kragenausschnitt. Sie können den Kentknoten auch nehmen, wenn Sie einen besonders schwerern voluminösen Krawattenstoff haben und natürlich, wenn Ihnen die meisten Krawatten zu kurz sind.

Der Doppelknoten oder auch Prince Albert Krawattenknoten ist eine Steigerung des einfachen Krawattenknotens indem eine weitere Wicklung um den schmaleren Teil der Krawatte erfolgt. Dadurch wird der Krawattenknoten deutlich volumiger und braucht mehr Platz am Kragen. Er ist gut für den hohen Kentkragen und Haifischkragen und für alle langen Kragen geeignet. Ebenfalls sind schmale geschmeidige Krawatten besser geeignet als füllige und solche mit rauen Stoffen. Kleinere Männer kämpfen häufig mit zu langen Krawatten. Egal wie sie es anstellen, die Enden hängen immer deutlich zu weit über die Gürtelschließe hinab. Ihnen hilft es, das breite Ende ein zweites mal herumzuwickeln. Wer einen besonders großen, dabei aber länglichen Knoten bevorzugt, wie ihn übrigens auch die Italiener sehr schätzen, sollte den Prince Albert unbedingt beherrschen. Der Ablauf des Bindens ist weitgehend mit dem des Four-in-hand oder einfachen Knotens identisch.

Der einfache oder auch kleine Windsorknoten ist dem doppelten Windsorknoten sehr ähnlich, nur dass die zweite Wicklung von innen durch die Schlaufe entfällt. Er ist an seiner bauchigen, kegelförmigen Form erkennbar und eignet sich für Hemden mit dicht beieinander liegenden Kragenecken und auch für Button-down Kragen. Vom Volumen her liegt der einfache Windsorknoten zwischen dem einfachen Knoten und dem doppelten Windsorknoten. Und damit Ihr Krawattenknoten wirklich perfekt aussieht, kommt noch der „final touch“.

Der doppelte oder große Windsorknoten benannt nach dem Herzog von Windsor, der diesen Krawattenknoten populär machte, ist ideal für Hemden mit weit auseinander sitzenden Kragenecken geeignet, wenn also der Zwischenraum eines weit gespreizten Kragens ausgefüllt werden soll wie beispielsweise dem Kentkragen und dem Haifischkragen. Dieser Krawattenknoten ist sehr verbreitet, erfordert aber etwas Übung und ist damit eher für den Fortgeschrittenen geeignet. Der Knoten ist etwas größer und damit nicht gerade für dick gefütterte Krawatten geeignet. Der Knoten hat eine perfekte Dreiecksform.
Beim Windsor handelt es sich um einen Doppelknoten. Deshalb verbrauchen Sie dafür einen großen Teil des breiten Endes und müssen es dementsprechend zu Beginn sehr weit auf der rechten Seite herunterhängen lassen. Für sehr große Männer ist der Windsor häufig nicht geeignet, da er als doppelter Knoten so viel Krawattenlänge aufbraucht, dass der Binder einfach zu kurz wird. Und zur Vollendung des perfekten Knotens der „final touch“.